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Gutachten

Die häufigste Aufgabe eines Sachverständigen ist die Beantwortung der Frage, ob ein behaupteter Mangel an der handwerklichen Werkleistung tatsächlich vorliegt, worauf er zurückzuführen ist und wie und mit welchem Kostenaufwand der Mangel beseitigt werden kann. Ist der Mangel reparabel, stört er sehr oder kann er durch eine Wertminderung abgegolten werden? Aus einem Mangel kann, muss aber noch kein Schaden entstanden sein. Schäden oder Mängel, vor allem an Fassaden, können nur mit hohem Kostenaufwand wieder repariert und behoben werden. Hinzu kommen Ärgernis und Behinderungen durch z.B. Räumungsarbeiten, Gerüste, Abdeckfolien an Fenster und Türen, etc.

Wir unterscheiden zwischen optischen und technischen Mängeln; zweitere müssen auf alle Fälle behoben werden, erstere können durch Wertminderung abgegolten werden. Der Bauherr hat in jedem Fall das Recht auf mangelfreie Leistung.

Es liegt daher im Interesse aller, Schäden und Mängel zu verhindern.Allgemein gilt: Je früher ein Schaden oder Mangel erkannt wird, umso geringer sind die Reparaturkosten.

Deshalb empfehle ich:

  • Genaue Planung der Arbeiten
  • Vorbesprechung der Details
  • klare Ausschreibung mit Einzelpositionen
  • Vergabe an einen Handwerker des Vertrauens
  • Überwachung und Protokollierung der Ausführung durch einen Fachmann
  • Verwendung zugelassener und geprüfter Systeme
  • Gemeinsame Abnahme nach Fertigstellung

Es gibt:

Das Gerichtsgutachten

Es wird, wie der Name sagt, vom Gericht beauftragt. Meistens wird zur Erstattung ein "Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger" beauftragt. Da die Beauftragung unabhängig von beiden Parteien erfolgt, gehen die Richter davon aus, dass das Gutachten vollkommen objektiv geschrieben ist.

Streitfälle vor Gericht werden in der Regel von einem Richter entschieden. Es muss sich hier aber nicht nur um das Baugewerbe handeln. Man denke z.B. nur an Autounfälle, misslungene Operationen, schlechte Medikamente, unseriöse Finanzberatung und alle anderen Bereiche des Lebens, in denen verschiedene Meinungen aufeinander prallen. Der Richter ist sicher ein lebenserfahrener Mensch, er kann aber kein Fachmann in allen Bereichen sein. Um richtig entscheiden zu können, holt er sich Meinungen von Fachleuten, die meist öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige sind. Dieser Sachverständige ist als Helfer des Richters zu sehen. Er beantwortet die vom Richter gestellten Sachfragen. Der Richter kann seiner Meinung folgen, er muss es aber nicht.
Die stets aktuelle Liste der "Allgemein beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen" finden Sie unter www.sdgliste.justiz.gv.at

Das Privatgutachten

Dieses wird zum Unterschied unabhängig von einem Gericht von Privatpersonen oder Unternehmen beauftragt. Es dient zum "qualifizierten Parteivortrag". Der Sachverständige erstellt das Gutachten in der gleichen Art und Weise, wie ein Gerichtsgutachten. Es muss aber vom Gegner nicht akzeptiert werden. Bei einer späteren gerichtlichen Auseinandersetzung unterliegt es beim Richter der "freien Beweiswürdigung", d.h. es wird ebenfalls für die Entscheidung herangezogen. Es hat hier den Rang einer Privaturkunde.

Das Privatgutachten ist eines der wichtigsten Beweismittel, um ein faires Verfahren zu bekommen. Es sind solche, die im Auftrag einer Partei außerhalb eines Gerichts erstattet werden.
Das Privatgutachten dient vor allem: 
- zur Prozessvermeidung - zur Prozessvorbereitung - zur Prozesssteuerung

In der Praxis werden Privatgutachten, die von öffentlich bestellten Sachverständigen, und damit von zur Objektivität verpflichteten Fachleuchten erstattet werden, von beiden Parteien gewürdigt.
Die Vergütung für privat beauftragte Sachverständigentätigkeiten wird mittels eines Werkvertrages frei vereinbart.

Das Schiedsgutachten

In der Praxis und bei größeren Bauvorhaben werden nach Erstattung eines Privatgutachtens von der Gegenseite häufig Gegengutachten vorgebracht. Das hat zur Folge, dass die Tatfrage im Vorfeld nicht eindeutig geklärt ist. Durch ein Schiedsgutachten kann Zeit und Geld gespart werden, in dem die Feststellung bestimmter Tatsachen im Vorfeld einem Sachverständigen anvertraut wird. Gegenstand eines Schiedsgutachtens kann alles sein, was sich mit Hilfe von Sachverständigen begutachten läßt.

Beide Parteien einigen sich im Vorfeld mittels Schiedsvertrag auf einen Sachverständigen, dessen Meinung von beiden Seiten akzeptiert werden muss (Ausnahmen möglich). Durch ein Schiedsgutachten werden im Gegensatz zum Schiedsgericht keine exekutionsfähigen Titel geschaffen.

Was kann ich daher für Sie tun?

Durch die Erstattung eines Gutachtens gebe ich Ihnen fachliche konkrete und nachvollziehbare Unterlagen, welche Ihnen zur Argumentation mit Ihrem Gegner helfen. Selbstverständlich bin ich auf Wunsch bei der Präsentation des Gutachtens dabei, um eventuelle Fragen sofort beantworten zu können. Mit einer fundierten technischen Argumentationskette erhöhen Sie Ihre Chancen zur Problemlösung oder korrekten Mängelbeseitigung beträchtlich.

Die Vergütung für privat beauftragte Sachverständigentätigkeiten wird mittels eines Werkvertrages frei vereinbart. Üblicherweise erfolgt die Abrechnung nach Aufwand, es sind aber auch Pauschalen möglich. Gerichtliche Auftrage werden nach dem GebAG, Gebührenanspruchsgesetz, geregelt und abgerechnet.

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